Mit kreativen Schreibübungen können wir unsere flinke & kurze Aufmerksamkeit so halten lernen, dass wir Worte für flüchtige Beobachtungen, Gedanken und Gefühle schreibend finden, die uns sonst verloren gehen.
Das Leben entfaltet sich von Augenblick zu Augenblick. Wir erfahren den kleinsten Teil davon und versuchen im Innersten, den größten Sinn daraus zu machen. Schreibübungen können uns dabei helfen, dem „poetischen Sinn“ auf die Spur zu kommen.
Je näher wir hinschauen, je enger wir beschreiben, was geschieht, geschehen ist, geschehen könnte, desto müssen wir mit Worten und Texten experimentieren.
Poetologie letzter Hand
Auf dem Grund der Gedichte ruht alles Unsagbare.
An die Oberfläche gezwungen löst es sich auf in Vokabular.
Günter Kunert

Du bist hier, weil du …
- nach Gelegenheiten & Begegnungen suchst, die dich in deiner Schreibsehnsucht so bestärken, dass du (wieder) ins Schreiben kommst und dabei bleibst (für eine Weile)?
- einen Raum & Menschen suchst, die die leisen Spuren der Poesie im Alltag in Worte heben wollen (so wie du)?
- mit deinem Schreiben (Poesie, Prosa oder Fragmente) Texte hervorbringen möchtest, die deine Beobachtungen im Alltag und deine Überlegungen dazu sichtbar machen?
- dich mit anderen über das Schreiben & Texte austauschen möchtest?
Dann lies unter „Schreibeinladungen“, was ich anbiete.
Das Poetische – oder das stille Ringen um Worte, für das, was in uns wabert
„Das Poetische ist der Gewinn einer Anschauung von etwas, was […] als wertlos hätte übersehen werden können. Die Anschauung wird möglich durch ein ungeplantes Verweilen, durch ein Stehenbleiben ohne durchschlagenden Grund.“ Wilhelm Genazino, 2006, Die Belebung der toten Winkel, S. 57.
„Ich weiß nur, dass man, wenn man Wort für Wort, Satz für Satz über die Welt schreibt, in der man sich befindet, eine Ahnung von sich selbst bekommt.“ Doris Dörrie, 2019, Leben, Schreiben, Atmen. Eine Einladung zum Schreiben, S. 10.
„Das Hervorbringen [von] Texte[n] durch experimentieren mit Sprache in einem individuellen Schreibprozess ist ‚das Poetische‘.“ Sandro Zanetti, 2022, Literarisches Schreiben, S. 75.
„In Schreiben steckt reiben, reiben am Buchstaben und am Sinn, bis beide in Schwingung geraten und ineinander dringen. Im Schreiben steckt Schrei.“ Anne Weber, 2010, Erste Person, S. 11.